Whisky-Vorstellung: Mackinlay`s Shackleton The Discovery Edition, Blended Malt Whisky, 47,3%Vol.

Mackinlay`s Shackleton – The Discovery Edition

Im August 1907 stach das britische Expeditionsschiff „Nimrod“ in See. Unter der Leitung des Polarforschers Sir Ernest Shackleton nahm die Nimrod Kurs in Richtung Antarktis auf. An Bord waren auch einige Kisten mit schottischem Whisky: Mackinlay`s Rare Old Highland Malt – damals ein Klassiker unter den Highland Malt Whiskys, der aus der in den 1980er Jahren abgerissenen Glen Mhor Distillery stammte.

Als Shackleton und sein Team rund 18 Monate später zurück in ihre Heimat segelten, ließen sie einige Flaschen dieses Whiskys unter dem Boden ihres Basislagers zurück. In den hölzernen Kisten, in Papier und Stroh eingeschlagen, lagen die Flaschen knapp einhundert Jahre im ewigen Eis und wurden von ihm perfekt konserviert. Erst im Februar 2007 barg ein neuseeländisches Forscherteam die Whiskykisten aus dem Eis der Antarktis. „Whisky-Vorstellung: Mackinlay`s Shackleton The Discovery Edition, Blended Malt Whisky, 47,3%Vol.“ weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glenallachie 2008, Whisky-Club Fränkische Schweiz, Club Whisky No. 2, 60,1%Vol.

Glenallachie 2008 (Whisky Club Fränkische Schweiz - Club-Whisky No. 2)
Glenallachie 2008 (Whisky Club Fränkische Schweiz – Club-Whisky No. 2)

Das Verkosten von Whisky kann manchmal richtig anstrengend sein. Vor allem dann, wenn man unter verschiedenen Whiskys am Ende einen Sieger auswählen soll.

Für unseren zweiten Club-Whisky standen insgesamt vier Single Malts zur Auswahl (zwei schottische und zwei irische). Die Qualität stimmte bei allen und jeder Whisky schickte seinen eigenen, unverwechselbaren Charakter ins Rennen. Durchgesetzt hat sich schließlich ein 8-jähriger Single Malt aus der schottischen Speyside – auch wenn die Entscheidung sehr knapp war. „Whisky-Vorstellung: Glenallachie 2008, Whisky-Club Fränkische Schweiz, Club Whisky No. 2, 60,1%Vol.“ weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Miltonduff 2006, The Whisky Chamber, 59,4%Vol.

Miltonduff 2006/2017 (The Whisky Chamber)
Miltonduff 2006/2017 (The Whisky Chamber)

Es waren wohl Mönche, die vor vielen hundert Jahren zum ersten Mal „uisge beatha“, „Wasser des Lebens“, brannten. Als Missionare brachten sie nicht nur die Bibel, sondern auch altes Wissen über die Destillation nach Irland und Schottland. Die in der Speyside gelegene Miltonduff Distillery, die 1824 auf dem Gelände eines Benediktinerklosters errichtet wurde, erinnert an diese Ursprünge. Auch wenn heute keine Verbindungen mehr zwischen Brennerei und Kloster bestehen.

Als Unternehmen des französischen Spirituosenkonzerns Pernod Ricard produziert die Miltonduff Distillery für den Ballantine`s Blend, füllt aber auch eigene Single Malts ab. Neben den Originalabfüllungen finden sich auch unabhängige Whiskyabfüllungen auf dem Markt. So auch der 10jährige Miltonduff 2006, den Thomas B. Ide Anfang 2017 für sein Label The Whisky Chamber abfüllen ließ. „Whisky-Vorstellung: Miltonduff 2006, The Whisky Chamber, 59,4%Vol.“ weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Port Askaig Sherry Cask, Speciality Drinks, 45,8% Vol.

Port Askaig 15 Sherry Cask (Speciality Drinks)
Port Askaig 15 Sherry Cask (Speciality Drinks)

Das kleine Hafendorf Port Askaig liegt an der Ostküste der Insel Islay. Im Norden des Dorfes liegen die beiden Brennerein Caol Ila und Bunnahabhain. Eine Port Askaig Distillery gibt es nicht. Allerdings verwendet der unabhängige Abfüller Speciality Drinks aus London den Namen Port Askaig als Markenzeichen für seine rauchigen Islay Single Malts, deren genaue Herkunft aber offen bleibt.

Anfang 2017 erschien mit dem Port Askaig 15 Sherry Cask ein Single Malt, der ausschließlich in First Fill Oloroso Sherryfässern reifte. Abgefüllt wurde der Whisky mit natürlicher Färbung, nicht kühlfiltriert und mit einem Alkoholgehalt von 45,8%Vol. „Whisky-Vorstellung: Port Askaig Sherry Cask, Speciality Drinks, 45,8% Vol.“ weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Mortlach 1996/2017, Alambic Classique, 54,2%Vol.

Mortlach 1996 (Alambic Classique)
Mortlach 1996 (Alambic Classique)

Den Mortlach 1996 des unabhängigen Abfüllers Alambic Classique probierte ich im März 2017 auf der Nürnberger Whisk(e)ymesse The Village zum ersten Mal. Erst wenige Tage zuvor war der Whisky in Deutschland angekommen. Allerdings gehörte er schon seit vielen Jahren zum Lagerbestand von Hermann Suppanz, dem Gründer und Eigentümer von Alambic Classique. Als erfahrener Whiskyabfüller legt der Allgäuer großen Wert auf die Balance seiner Single Malts. Nach gut zwanzig Jahren in einem ehemaligen Oloroso-Sherryfass schien Anfang 2017 der perfekte Zeitpunkt gekommen, um den Whisky als Einzelfasswhisky abzufüllen. Nicht kühlfiltriert, in Fassstärke und mit natürlicher Färbung feierte der Mortlach 1996 auf der Nürnberger Messe seine Premiere. „Whisky-Vorstellung: Mortlach 1996/2017, Alambic Classique, 54,2%Vol.“ weiterlesen

Die Innovation der Tradition: John Glaser von „Compass Box” im Interview

Inspiration, Kreativität und Innovation sind fü John Glaser der Dreiklang außergewöhnlicher Whiskys. Foto: (c) Compass Box
Inspiration, Kreativität und Innovation sind fü John Glaser der Dreiklang außergewöhnlicher Whiskys.
Foto: (c) Compass Box

Unter den unabhängigen Abfüllern geht das Londoner Unternehmen „Compass Box“ ganz eigene Wege. Hier stehe nicht ausgewählte Einzelfassabfüllungen im Mittelpunkt, sondern ein kreativer und künstlerischer Blick auf Whisky. Der Amerikaner John Glaser, der die Firma im Jahr 2000 gründete, komponiert mit seinem Team aus unterschiedlichsten Scotch Whiskys erstklassige Blends. Die drei Serien „Signature Range“, „Great King Street“ und „Limited Edition“ bilden das Kernportfolio.

Bei der Komposition seiner Whiskys setzt „Compass Box“-Gründer John Glaser auf Innovation. Der Fokus richtet sich dabei vor allem auf den Bau eigener Fässer. Nicht immer bleibt das kritiklos und führte 2005 sogar zu einer Auseinandersetzung mit der „Scotch Whisky Associaton“. Trotzdem weiß man sich bei „Compass Box“ auf einem erfolgreichen Weg. Zahlreiche Prämierungen belegen das, etwa die Auszeichnung des „Whisky Magazine“ zum „Innovator of the Year“ 2007.

Im Interview mit dem „Whisky-Club Fränkische Schweiz“ erzählt John Glaser von seiner Art, Whiskys zu kreieren. Von einem kreativen Akt zwischen Tradition und Innovation. „Die Innovation der Tradition: John Glaser von „Compass Box” im Interview“ weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996, The Whisky Chamber, 53,1%Vol.

Glenrothes 1996 (The Whisky Chamber)
Glenrothes 1996 (The Whisky Chamber)

Im Frühjahr 2017 brachte der unabhängige Abfüller The Whisky Chamber eine ganze Reihe neuer Whiskys heraus. Darunter auch einen Glenrothes Single Malt, der nach zwanzig Jahren im Bourbonfass abgefüllt wurde.

Die Glenrothes Distillery wurde 1879 am Ortsrand von Rothes gegründet und war nach Glen Grant die zweite Whiskybrennerei der Stadt. Die hohen Brennblasen und die langsame Destillation sorgen für einen fruchtig süßen Brennereicharakter. Neben Originalabfüllungen der Destillerie gibt es auch zahlreiche unabhängige Glenrothes-Abfüllungen.

Für sein Label The Whisky Chamber füllte Thomas B. Ide bereits zum zweiten Mal einen Single Malt der Brennerei ab. Der 1996 destillierte Whisky fand Anfang 2017 seinen Weg in die Flasche, wie üblich mit natürlicher Färbung, nicht kühlfiltriert und in Fassstärke. „Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996, The Whisky Chamber, 53,1%Vol.“ weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glen Garioch 2011/2017, C&S Dram Collection, 60,5%Vol.

Glen Garioch 2011/2017 (C&S Dram Collection)
Glen Garioch 2011/2017 (C&S Dram Collection)

Die in den schottischen Highlands gelegene Glen Garioch Distillery wurde bereits 1797 gegründet. Ihre historischen Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Die knapp 30 km von Aberdeen entfernt gelegene Glen Garioch Distillery ist die östlichste Whisky Brennerei Schottlands. Seit Mitte der 1990er Jahre gehört sie zum japanischen Suntory-Konzern.

Neben Originalabfüllungen der Brennerei finden Glen Garioch Single Malts auch über unabhängige Abfüller wie Andrea Caminneci ihren Weg zu den Whiskyliebhabern. Der Rheinländer mit italienischen Wurzeln setzt bei seinen C&S Dram Bottlings ganz auf Genuss und Qualität zu einem vernünftigen Preis. Andere Kriterien, wie etwa das Alter eines Whiskys, spielen für den „Keeper of the Quaich“ keine Rolle. „Wenn ein junger Whisky gut ist – abfüllen, wenn ein alter Whisky nicht gut ist – nicht abfüllen! Alter ist keine Qualitätsgarantie!“ „Whisky-Vorstellung: Glen Garioch 2011/2017, C&S Dram Collection, 60,5%Vol.“ weiterlesen

Leseprobe: Whiskyland Franken – Die Macher, die Genießer, die Botschafter

So wird das Cover zu "Whiskyland Franken" aussehen. Gestaltung: (c) ars vivendi verlag
So wird das Cover von „Whiskyland Franken“ aussehen.
Gestaltung: (c) ars vivendi verlag

Noch sind die Arbeiten am Buch „Whiskyland Franken“ nicht abgeschlossen. Zwar stehen nur noch wenige Rechercheinterviews und Besichtigungstermine an, aber ich werde wohl noch einige Abende an der Tastatur verbringen. Und dann geht es gemeinsam mit der Verlagslektorin um den Feinschliff am Manuskript.

Im September 2017 soll es dann erscheinen, das erste Buch über die Macher, die Genießer  und die Botschafter der fränkischen Whiskywelt (und darüber hinaus). Eindrücke vom Buch gibt es aber schon jetzt. Anfang März bekam ich vom ars vivendi Verlag einige Coverentwürfe zugeschickt. Ein spannender Moment und eine der wichtigsten Entscheidungen für das spätere Buch, wie ich finde. Lange Diskussionen gab es trotzdem nicht, denn Lektorin Magdalena Haid und ich hatten sofort den gleichen Cover-Favoriten.

Auch das Innenleben des Buches präsentiert sich schon in Auszügen. Mit einer kleinen Leseprobe könnt Ihr bereits in das Buch hineinlesen. Wir haben uns dabei für das Kapitel „Mit allen Sinnen genießen“ aus dem Einführungsteil des Buches entschieden. Zwar kein spezifisch fränkisches Whiskykapitel – aber eines, das hoffentlich trotzdem Lust auf das Buch macht und zeigt, dass „Whiskyland Franken“ nicht nur etwas für fränkische Whiskyfans ist: LP_Whiskyland_fertig-1

Patrick

Whisky-Vorstellung: Bowmore 1987, Malts of Scotland – Angel`s Choice, 51,3%Vol.

Bowmore 1987 (Malts of Scotland - Angel`s Choice)
Bowmore 1987 (Malts of Scotland – Angel`s Choice)

Es gehört zum Mythos des Whiskys, dass an ihm auch die Engel ihre Freude haben. Von jedem einzelnen Fass Whisky, dass in den Warehouses der Destillerien reift, fordern sie ihren Tribut. Angels‘ Share nennt man daher den Teil des Whiskys, der bei der Reifung aus den Fässern verdunstet. Dabei gibt es Whiskys, die den Engeln ganz besonders zu schmecken scheinen und von denen sie nur noch einen geringen Teil in den Fässern übriglassen. „Whisky-Vorstellung: Bowmore 1987, Malts of Scotland – Angel`s Choice, 51,3%Vol.“ weiterlesen