Whisky-Vorstellung: Mortlach 1996/2017, Alambic Classique, 54,2%Vol.

Mortlach 1996 (Alambic Classique)

Mortlach 1996 (Alambic Classique)

Den Mortlach 1996 des unabhängigen Abfüllers Alambic Classique probierte ich im März 2017 auf der Nürnberger Whisk(e)ymesse The Village zum ersten Mal. Erst wenige Tage zuvor war der Whisky in Deutschland angekommen. Allerdings gehörte er schon seit vielen Jahren zum Lagerbestand von Hermann Suppanz, dem Gründer und Eigentümer von Alambic Classique. Als erfahrener Whiskyabfüller legt der Allgäuer großen Wert auf die Balance seiner Single Malts. Nach gut zwanzig Jahren in einem ehemaligen Oloroso-Sherryfass schien Anfang 2017 der perfekte Zeitpunkt gekommen, um den Whisky als Einzelfasswhisky abzufüllen. Nicht kühlfiltriert, in Fassstärke und mit natürlicher Färbung feierte der Mortlach 1996 auf der Nürnberger Messe seine Premiere. Weiterlesen

Die Innovation der Tradition: John Glaser von „Compass Box” im Interview

Inspiration, Kreativität und Innovation sind fü John Glaser der Dreiklang außergewöhnlicher Whiskys. Foto: (c) Compass Box

Inspiration, Kreativität und Innovation sind fü John Glaser der Dreiklang außergewöhnlicher Whiskys.
Foto: (c) Compass Box

Unter den unabhängigen Abfüllern geht das Londoner Unternehmen „Compass Box“ ganz eigene Wege. Hier stehe nicht ausgewählte Einzelfassabfüllungen im Mittelpunkt, sondern ein kreativer und künstlerischer Blick auf Whisky. Der Amerikaner John Glaser, der die Firma im Jahr 2000 gründete, komponiert mit seinem Team aus unterschiedlichsten Scotch Whiskys erstklassige Blends. Die drei Serien „Signature Range“, „Great King Street“ und „Limited Edition“ bilden das Kernportfolio.

Bei der Komposition seiner Whiskys setzt „Compass Box“-Gründer John Glaser auf Innovation. Der Fokus richtet sich dabei vor allem auf den Bau eigener Fässer. Nicht immer bleibt das kritiklos und führte 2005 sogar zu einer Auseinandersetzung mit der „Scotch Whisky Associaton“. Trotzdem weiß man sich bei „Compass Box“ auf einem erfolgreichen Weg. Zahlreiche Prämierungen belegen das, etwa die Auszeichnung des „Whisky Magazine“ zum „Innovator of the Year“ 2007.

Im Interview mit dem „Whisky-Club Fränkische Schweiz“ erzählt John Glaser von seiner Art, Whiskys zu kreieren. Von einem kreativen Akt zwischen Tradition und Innovation. Weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996, The Whisky Chamber, 53,1%Vol.

Glenrothes 1996 (The Whisky Chamber)

Glenrothes 1996 (The Whisky Chamber)

Im Frühjahr 2017 brachte der unabhängige Abfüller The Whisky Chamber eine ganze Reihe neuer Whiskys heraus. Darunter auch einen Glenrothes Single Malt, der nach zwanzig Jahren im Bourbonfass abgefüllt wurde.

Die Glenrothes Distillery wurde 1879 am Ortsrand von Rothes gegründet und war nach Glen Grant die zweite Whiskybrennerei der Stadt. Die hohen Brennblasen und die langsame Destillation sorgen für einen fruchtig süßen Brennereicharakter. Neben Originalabfüllungen der Destillerie gibt es auch zahlreiche unabhängige Glenrothes-Abfüllungen.

Für sein Label The Whisky Chamber füllte Thomas B. Ide bereits zum zweiten Mal einen Single Malt der Brennerei ab. Der 1996 destillierte Whisky fand Anfang 2017 seinen Weg in die Flasche, wie üblich mit natürlicher Färbung, nicht kühlfiltriert und in Fassstärke. Weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glen Garioch 2011/2017, C&S Dram Collection, 60,5%Vol.

Glen Garioch 2011/2017 (C&S Dram Collection)

Glen Garioch 2011/2017 (C&S Dram Collection)

Die in den schottischen Highlands gelegene Glen Garioch Distillery wurde bereits 1797 gegründet. Ihre historischen Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Die knapp 30 km von Aberdeen entfernt gelegene Glen Garioch Distillery ist die östlichste Whisky Brennerei Schottlands. Seit Mitte der 1990er Jahre gehört sie zum japanischen Suntory-Konzern.

Neben Originalabfüllungen der Brennerei finden Glen Garioch Single Malts auch über unabhängige Abfüller wie Andrea Caminneci ihren Weg zu den Whiskyliebhabern. Der Rheinländer mit italienischen Wurzeln setzt bei seinen C&S Dram Bottlings ganz auf Genuss und Qualität zu einem vernünftigen Preis. Andere Kriterien, wie etwa das Alter eines Whiskys, spielen für den „Keeper of the Quaich“ keine Rolle. „Wenn ein junger Whisky gut ist – abfüllen, wenn ein alter Whisky nicht gut ist – nicht abfüllen! Alter ist keine Qualitätsgarantie!“ Weiterlesen

Leseprobe: Whiskyland Franken – Die Macher, die Genießer, die Botschafter

So wird das Cover zu "Whiskyland Franken" aussehen. Gestaltung: (c) ars vivendi verlag

So wird das Cover von „Whiskyland Franken“ aussehen.
Gestaltung: (c) ars vivendi verlag

Noch sind die Arbeiten am Buch „Whiskyland Franken“ nicht abgeschlossen. Zwar stehen nur noch wenige Rechercheinterviews und Besichtigungstermine an, aber ich werde wohl noch einige Abende an der Tastatur verbringen. Und dann geht es gemeinsam mit der Verlagslektorin um den Feinschliff am Manuskript.

Im September 2017 soll es dann erscheinen, das erste Buch über die Macher, die Genießer  und die Botschafter der fränkischen Whiskywelt (und darüber hinaus). Eindrücke vom Buch gibt es aber schon jetzt. Anfang März bekam ich vom ars vivendi Verlag einige Coverentwürfe zugeschickt. Ein spannender Moment und eine der wichtigsten Entscheidungen für das spätere Buch, wie ich finde. Lange Diskussionen gab es trotzdem nicht, denn Lektorin Magdalena Haid und ich hatten sofort den gleichen Cover-Favoriten.

Auch das Innenleben des Buches präsentiert sich schon in Auszügen. Mit einer kleinen Leseprobe könnt Ihr bereits in das Buch hineinlesen. Wir haben uns dabei für das Kapitel „Mit allen Sinnen genießen“ aus dem Einführungsteil des Buches entschieden. Zwar kein spezifisch fränkisches Whiskykapitel – aber eines, das hoffentlich trotzdem Lust auf das Buch macht und zeigt, dass „Whiskyland Franken“ nicht nur etwas für fränkische Whiskyfans ist: LP_Whiskyland_fertig-1

Patrick

Whisky-Vorstellung: Bowmore 1987, Malts of Scotland – Angel`s Choice, 51,3%Vol.

Bowmore 1987 (Malts of Scotland - Angel`s Choice)

Bowmore 1987 (Malts of Scotland – Angel`s Choice)

Es gehört zum Mythos des Whiskys, dass an ihm auch die Engel ihre Freude haben. Von jedem einzelnen Fass Whisky, dass in den Warehouses der Destillerien reift, fordern sie ihren Tribut. Angels‘ Share nennt man daher den Teil des Whiskys, der bei der Reifung aus den Fässern verdunstet. Dabei gibt es Whiskys, die den Engeln ganz besonders zu schmecken scheinen und von denen sie nur noch einen geringen Teil in den Fässern übriglassen. Weiterlesen

Ein Blick in die Autorenwerkstatt: Whiskyland Franken

Die Arbeiten am Manuskript zu "Whiskyland Franken" laufen auf Hochtouren.

Die Arbeiten am Manuskript zu „Whiskyland Franken“ laufen auf Hochtouren.

Franken ist eine Region mit schottischem Herz. Zumindest wenn es um Whisky geht, hat Franken einiges zu bieten. Hier wurde der erste Single Malt Deutschlands gebrannt und der erste Whiskyclub der Republik gegründet. Inzwischen besitzt Franken die einzige Whiskyakademie des Landes und ist Veranstaltungsregion der besucherstärksten Whiskymesse Europas. Jetzt bekommt die Whiskyregion Franken ihr eigenes Portrait in Buchform. Weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996-2016, A.D. Rattray, 52,9%Vol.

Glenrothes 1996 (A.D. Rattray)

Glenrothes 1996 (A.D. Rattray)

Die 1878 gegründete Glenrothes Distillery liegt in der schottischen Speyside und ist vor allem für ihre fruchtigen und sherrytönigen Whiskys bekannt. Der von A.D. Rattray abgefüllte Glenrothes 1996-2016 ist deshalb eher ein untypischer Vertreter der Brennerei. Denn dieser Single Malt reifte zwanzig Jahre in einem ehemaligen Bourbonfass.

Andrew Dewar Rattray gründete sein Geschäft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Import- und Handelsunternehmen für Tee, Wein und Spirituosen in Glasgow. Bald schon wurde das Sortiment um eigene Blended Whiskys erweitert und A.D. Rattray etablierte sich als unabhängiger Abfüller auf dem schottischen Whiskymarkt. Nachdem die Firma im zwanzigsten Jahrhundert die Besitzer wechselte, ist sie inzwischen wieder in Familienbesitz und wird von Tim Morrison geleitet, dem Ur-Urenkel von Andrew Dewar Rattray. Weiterlesen

Vom Kulturschock zum eigenen Whiskylabel: Michael Reckhard (mr.whisky / Spirit of Caledonia) im Portrait

Michael Reckhard: Ein Mann mit einem "eskalierten Hobby". Foto: (c) mr.whisky

Michael Reckhard: Ein Mann mit einem „eskalierten Hobby“.
Foto: (c) mr.whisky

Die Begeisterung für Whisky verdankt Michael Reckhard seiner Frau. Drei Miniaturen, die sie ihm vom Erfurter Weihnachtsmarkt mitgebracht hatte, wurden für den Mann aus Eschborn zu einer Initialzündung. „Der erste, den ich probiert habe, war der Ardbeg Ten. Der war so etwas wie ein Kulturschock. Danach hatte ich einen Talisker – der war spannend. An den dritten kann ich mich gar nicht mehr erinnern, es war irgendein Speysider.“

Danach war es um den heute 60-jährigen Sicherheitsingenieur geschehen. Whisky wurde zu seiner neuen Leidenschaft und spielt inzwischen auch eine nebenberufliche Rolle. „Ich bezeichne es immer als ‚eskaliertes Hobby‘. Und ich beginne langsam zu überlegen, wann ich meinen jetzigen Hauptjob an den Nagel hänge und mich mehr auf das Whiskygeschäft konzentrieren will.“ Weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Slyrs Pedro Ximénez Cask, Sherry Edition No. 3, Distillery Bottling, 46% Vol.

Slyrs Pedro Ximénez Finish (Distillery Bottling)

Slyrs Pedro Ximénez Finish (Distillery Bottling)

Die oberbayerische Brennerei Slyrs ist der größte Single Malt Produzent Deutschlands. Bereits seit Ende der 1990er Jahre wird am Schliersee Whisky destilliert. Inzwischen auch auf einer Pot Still Anlage nach schottischem Vorbild.

Das stimmungsvoll gestaltete Besucherzentrum mit Fasslager und Verkostungslounge hat sich zu einem regelrechten Besuchermagnet entwickelt. Hier bekommen Whiskyliebhaber einen Einblick in die oberbayerische Whiskyproduktion, für die übrigens fränkisches Malz aus einer Bamberger Mälzerei verwendet wird.

Der Slyrs Single Malt reift standardmäßig für drei Jahre in frischen, getoasteten Fässern aus amerikanischer Weißeiche. Darüber hinaus erhalten einige Whiskies ein Finish in einer zweiten Fassart. Der hier vorgestellte Slyrs PX Edition No. 3 wurde für neun Monate in ehemaligen Pedro Ximénez Sherryfässern nachgereift. Weiterlesen