Whisky-Vorstellung: Glen Grant 1995, Cadenhead Small Batch, 58,4% Vol.

Glen Grant 1995 (Cadenhead Small Batch)

Glen Grant 1995 (Cadenhead Small Batch)

Das Unternehmen Wiliam Cadenhead nimmt unter den unabhängigen Abfüllern einen ganz besonderen Platz ein. Denn die in Campbeltown auf der schottischen Halbinsel Kintyre ansässige Firma ist der älteste unabhängige Abfüller Schottlands. Wiliam Cadenhead gründete sein Unternehmen bereits 1842 in Aberdeen. 1970 ging Cadenhead in den Besitz des Familienbetriebs J. & A. Mitchell über, dem auch Springbank und die wiedereröffnete Glengyle Distillery gehören.

Cadenhead Whiskies werden in unterschiedlichen Produktlinien abgefüllt – z.B. in der Small Batch Serie, in der nur sehr wenige ausgesuchte Einzelfässer miteinander vermählt werden. Im Fall des hier vorgestellten Glen Grant, der im Jahr 1995 destilliert und gut 19 Jahre später abgefüllt wurde, müssen es wohl drei Sherry Butts gewesen sein, die im Jahr 2015 auf 1086 Flaschen gezogen wurden. Mit starken 58,4% Vol. präsentiert sich dieser Speyside Single Malt – natürlich nicht gefärbt und nicht kühlfiltriert. Weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glen Ord 2000, Christmas 2016, Malts of Scotland, 58,9% Vol.

Glen Ord 2000 - Christmas 2016 (Malts of Scotland)

Glen Ord 2000 – Christmas 2016 (Malts of Scotland)

Die erste Kerze am Adventskranz leuchtet bereits und auch das Christkind hat seinen Markt in Nürnberg bereits eröffnet. Es ist die Zeit, in der Kinderaugen leuchten und in der sich auch Erwachsene zum Träumen und zum Staunen hinreißen lassen. Die Wochen vor Weihnachten sind eine ganz besondere Zeit, in der so manche Genüsse locken. Einen ganz besonderen Genuss für Whiskyliebhaber bringt der unabhängige Abfüller Malts of Scotland alljährlich auf den Markt. Denn zum Fest wählt Thomas Ewers für sein Whiskylabel Jahr für Jahr ein ganz besonderes Fass aus, um es als Weihnachtswhisky abzufüllen. Das Christmasbottling 2016 stammt aus der in den nördlichen Highlands gelegenen Glen Ord Distillery. Der diesjährige Weihnachts-Single Malt wurde im Jahr 2000 gebrannt und anschließend in einem ehemaligen Sherry Hogshead mit der Fassnummer MoS 16045 ausgebaut. Nach sechzehn Jahren im Fass wurde der Whisky mit natürlicher Farbe, nicht kühlfiltriert und in Fassstärke (58,9%Vol.) abgefüllt. Rechtzeitig zum ersten Advent können sich Genießer nun mit diesem Single Malt auf die Weihnachtszeit einstimmen. Weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Three Year Old Deluxe, Compass Box, 49,2% Vol.

Three Year Old Deluxe (Compass Box)

Three Year Old Deluxe (Compass Box)

Mit dem Three Year Old Deluxe präsentiert das britische Unternehmen Compass Box um den amerikanischen Whiskymaker John Glaser einen Whisky mit Zündstoff. Das verrät bereits das prunkvoll gestaltete Etikett, auf dem unter dem Schriftzug „Minimum Age Guaranteed“ sofort die überdimensionierte „3“ ins Auge fällt. Wohl nur wenige Abfüller würden einen dreijährigen Blended Malt Whisky auf diese Weise präsentieren. Und auch bei Compass Box tut man dies mit einem Augenzwinkern und einem deutlichen Seitenhieb gegen die Regularien der Scotch Whisky Association. Denn diese halten ganz klar fest, dass in einem aus mehreren Fässern vermählten Whisky stets nur das Alter des jüngsten enthaltenen Whiskies angegeben werden darf. Ganz unabhängig davon, wie groß der Anteil dieses jüngsten Whiskies tatsächlich ist. Im Fall des Three Year Old Deluxe beträgt dieser gerade einmal 0,4%. Das Alter der übrigen verwendeten Whiskies darf nicht angegeben werden, obwohl es sich dabei um deutlich ältete Malt Whiskies und um einen Anteil von gut 99% handelt. Weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Speyburn 2009/2016, C&S Dram Collection, 58,4%Vol.

Speyburn 2009/2016 (C&S Dram Collection)

Speyburn 2009/2016 (C&S Dram Collection)

In einem schmalen bewaldeten Tal, außerhalb der schottischen Ortschaft Rothes, ragt zwischen den Bäumen die Speyburn Distillery empor. Gegründet wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts vom damaligen Besitzer der Tobermory Distillery. Der erste New Make wurde kurz nach Weihnachten 1897 produziert. Damals glich die Brennerei noch einer Baustelle und hatte weder Fenster noch Türen. Heute sind die im viktorianischen Stil gehaltenen Bauwerke dieser kleinen Brennerei zum Teil denkmalgeschützt. Die Produktpalette umfasst einige wenige Standardabfüllungen – unabhängige Einzelfassabfüllungen sind eher selten. Allerdings konnte der Spirituosenimporteur Andrea Caminneci für seine C&S Dram Collection im September 2016 ein sieben Jahre altes Bourbon Hogshead der Speyburn Distillery abfüllen. Ungefärbt, nicht kühlfiltriert und mit 58,4%Vol. kam dieser Single Malt in die Flasche. Weiterlesen

Fassteilung für den guten Zweck: Die Äthiopienhilfe der Whiskyfreunde Noris

Mit ihrer aktuellen Fassteilung unterstützen die Whiskyfreunde Noris die Äthiopienhilfe des Hawelti e.V. Foto: (c) Whiskyfreunde Noris

Mit ihrer aktuellen Fassteilung unterstützen die Whiskyfreunde Noris die Äthiopienhilfe des Hawelti e.V.
Foto: (c) Whiskyfreunde Noris

Es ist noch nicht lange her, dass die Whiskyfreunde Noris ihr erstes eigenes Whiskyfass abgefüllt und damit ihre „Young Casks“-Serie begründet haben. Im Sommer 2016 kam der Single Malt der Nürnberger Whiskydestillerie Ayrer`s, der über drei Jahre in einem Oloroso Quarter Cask reifen durfte, in die Flasche und wurde kurz darauf auf unserem Blog vorgestellt. Auch Fass Nr. 2, ein ehemaliges Pedro Xímenez Sherryfass, schlummert seit einiger Zeit im Wahrehouse der Hausbrauerei Altstadthof und wartet darauf, bald abgefüllt zu werden. Als Enthusiasten für das Wasser des Lebens haben die Whiskyfreunde Noris um ihren Gründer Steffen Michel aber schon weitere Fassprojekte angestoßen und so wurden mit den Fässern Nr. 3 und 4 vor wenigen Tagen zwei ehemlige Bourboncasks mit Nürnberger New Make aus Bio-Rotbiermaische befüllt. Mit ihrem vierten Fass gehen die Whiskyfreunde aber nicht nur ihrer Passion nach, sondern stellen einmal mehr ein Charity-Projekt der besonderen Art auf die Beine. Weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Edradour 2006, van Wees (The Ultimate), 60,2%Vol.

Edradour 2006 (van Wees - The Ultimate)

Edradour 2006 (van Wees – The Ultimate)

Bereits seit den 1960er Jahren steht das Familienunternehmen van Wees in den Niederlanden für qualitätsvolle Single Malt Whiskies. Damals begann das Unternehmen Whiskies von renommierten schottischen Destillerien in die Niederlande zu importieren und auf dem niederländischen Whiskymarkt neue Maßstäbe zu setzen. 1994 riefen Han und sein Sohn Maurice van Wees mit der Whiskyserie „The Ultimate“ ihr eigenes Label als unabhängige Abfüller ins Leben. Damit begann eine enge Zusammenarbeit mit Andrew Symington, dem Gründer von Signatory Vintage, dem inzwischen auch die kleine Brennerei Edradour gehört. Diese Kontakte sichern dem niederländischen Independent Bottler van Wees die Möglichkeit, regelmäßig Einzelfässer unter eigenem Label abzufüllen. Allesamt mit natürlicher Färbung und ohne Kühlfiltration. Im Fall des hier vorgestellten Edradour 2006 kam der Whisky noch dazu in Fassstärke in die Flasche, mit kräftigen 60,2%Vol. Weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Spice Tree Extravaganza, Compass Box, 46%Vol.

Spice Tree Extravaganza (Compass Box)

Spice Tree Extravaganza (Compass Box)

Die Herstellung von Whisky ist für den gebürtigen Amerikaner John Glaser mehr als ein Handwerk. Für das Team des unabhängigen Whiskylabels Compass Box aus London ist die Whiskyherstellung ein kreativer, künstlerischer Prozess, dessen Ziel ein perfektes Genusserlebnis ist. Dazu vermählen die Compass Box Whiskymaker Destillate unterschiedlicher schottischer Brennerein und verwenden dabei zum Teil eigene Fässer, die manchmal auch über das Ziel hinausschießen. Das entschied zumindest die Scotch Whisky Association vor zehn Jahren, als der erste Spice Tree Blended Malt Whisky auf den Markt kam, für den unter anderem Fässer mit frischen Eicheninlays verwendet werden. Ein Verfahren, das zwar bei der Weinreifung immer wieder Anwendung findet, aber nicht mit den Regularien der SWA vereinbar ist. Der Spice Tree musste vom Markt genommen werden. Im Herbst 2016 erscheint nun der Spice Tree Extravaganza, der zwar auch eigene Wege bei der Fassreifung geht, sich dabei aber ganz im Rahmen der offiziellen Regularien bewegt. Weiterlesen

Octomore Futures 1st Release – Ochdamh-mor 80.5 ppm, Originalabfüllung, 46%Vol.

Octomore Futures 1st Release (Originalabfüllung)

Octomore Futures 1st Release (Originalabfüllung)

Die Geschichte der modernen Octomore Whiskies beginnt mit einem verborgenen und vergessenen Grab. Mit Flechten und Gras überwuchert ruht die Steinplatte seit über hundert Jahren in einem Wald auf der schottischen Insel Islay. Die verwitterte Inschrift, die sich zeigt, wenn man die Ranken und das Gras von der Grabplatte kratzt, lautet: George Montgomery, Distiller of Octomore. Weiterlesen

Der Herr der Whisky-Lebkuchen: Josef Kraus und seine fränkisch-schottischen Köstlichkeiten

Bäckermeister Josef Kraus kombiniert fränkisches Weihnachtsgebäck und schottischen Single Malt.

Bäckermeister Josef Kraus kombiniert fränkisches Weihnachtsgebäck und schottischen Single Malt.

In der Backstube duftet es nach Nüssen, Orangenschalen und nach etwas, das man nicht in einer fränkischen Bäckerei erwarten würde: nach schottischem Whisky. Das liegt daran, dass für Bäckermeister Josef Kraus aus Hetzles schottischer Single Malt in den Herbst- und Wintermonaten vor Weihnachten zu den wichtigsten Backzutaten gehört. Denn in dieser Zeit sind seine Whisky-Lebkuchen, der Whisky-Stollen und sein Whisky-Shortbread gefragt – nicht nur bei der fränkischen Kundschaft. Auch der ein oder andere Schotte schwärmt von den Lebkuchen aus der oberfränkischen Bäckerei. Die schottische Begeisterung für fränkisches Backwerk war dann auch die Initialzündung für Josef Kraus´ Whisky-Lebkuchen. „Zum Beispiel der Ronnie Cox (Brands Heritage Director bei The Glenrothes; Anm. PG), der wartet schon immer auf meine Lebkuchen und dann kam mir die Idee, mal Lebkuchen mit seinem Whisky zu backen.“ Weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Port Askaig 16, Speciality Drinks, 45,8%Vol.

Port Askaig 16 (Speciality Drinks)

Port Askaig 16 (Speciality Drinks)

Das Feuer prasselt im Kamin und der Wind peitscht den Regen gegen das Fenster. Die Temperaturen sinken spürbar und die Sternbilder am Nachthimmel zeugen vom Wechsel der Jahreszeiten. Es wird Herbst. Eine Jahreszeit, die mich gerne zu den rauchigen Islay Single Malts im Barschrank greifen lässt, die mit dem über Torfrauch gedarrten Malz und maritimen Anklängen zu einem gemütlichen Stündchen vor dem heimischen Kamin einladen. Und so findet heute ein 16-jähriger Port Askaig den Weg in mein Glas. Obwohl in der gleichnamigen Hafenstadt auf Islay kein Whisky produziert wird, steht der Markenname Port Askaig für charakteristische Islay Single Malts. Abgefüllt werden diese Whiskies von Speciality Drinks aus London. Doch woher die Fässer genau stammen, ist nicht bekannt. Ob sich dahinter tatsächlich Single Malts der Brennerei Caol Ila verbergen, muss offen bleiben. Nur dass die Whiskies tatsächilch von Islay kommen, können die Port Askaig-Abfüllungen nicht verheimlichen. Weiterlesen