Whisky-Rezept: Irish Coffee und Whisky-Schoko-Fudge für die Vorweihnachtszeit

Irish Coffee und Whisky-Schoko-Fudge stimmen auf die Weihnachtszeit ein
Irish Coffee und Whisky-Schoko-Fudge stimmen auf die Weihnachtszeit ein

Die Temperaturen klettern kaum noch über den Gefrierpunkt und auch der erste Schnee lässt sich gut vier Wochen vor Weihnachten in der Fränkischen Schweiz blicken. In dicken Flocken fällt er vom Himmel und legt sich auf Wiesen und Dächer. Es wird Zeit, den Adventskranz zu schmücken, Feuerholz im Kamin nachzulegen und sich mit einem leckeren Whisky-Rezept auf die Vorweihnachtszeit einzustimmen. Dabei darf der Blick, den Whiskyfans sonst so oft auf Schottland richten, gerne mal auf die grüne Nachbarinsel fallen. Denn was wärmt in diesen Tagen besser, als ein starker, selbstgemachter Irish Coffee? Für mich sind damit sofort Erinnerungen an einen extrem nasskalten Irlandurlaub vor einigen Jahren verbunden. Das war damals auch genau die richtige Stimmung, um vor einem Torffeuer im Sessel des Bed & Breakfast an den Cliffs of Moher zu sitzen und sich mit einer starken Tasse Irish Coffe aufzuwärmen. Auch wenn es damals Mitte August war, fühlte es sich irgendwie winterlich an. “Whisky-Rezept: Irish Coffee und Whisky-Schoko-Fudge für die Vorweihnachtszeit” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: North British 2000, Malts of Scotland, 57,8%vol.

North British 2000 (Malts of Scotland), Single Grain
North British 2000 (Malts of Scotland), Single Grain

Die Brennerei North British aus den schottischen Lowlands produziert ausschließlich Grain-Whisky für diverse Blends wie Famous Grouse oder Chivas Regal. Originalabfüllungen gibt es nicht. Allerdings brachte in diesem Jahr der unabhängige Abfüller Malts of Scotland aus Paderborn gleich zwei sehr interessante North British-Einzelfassabfüllungen auf den Markt. Beide Whiskies reiften in einem Sherryfass, was für einen Single Grain eher ungewöhnlich ist. Aber gerade dadurch wurde er für mich interessant. Erst recht, nachdem ich von Otto Steudel (Celtic Whisk(e)y Nürnberg) diesen Whisky empfohlen bekam. Über eine Flaschenteilung von Steffen Michel (Whiskyfreunde Noris) konnte ich ein 0,1l-Sample des North British 2000-2015 bekommen und verkosten. Die 0,7l-Flasche liegt preislich bei etwa 50 Euro. “Whisky-Vorstellung: North British 2000, Malts of Scotland, 57,8%vol.” weiterlesen

Portrait: Michael Redel (Whisky Baron, Johannisstraße 142, 90419 Nürnberg)

Seit 2013 ist Michael Redel als "Whisky Baron" in der Nürnberger Johannisstraße zu finden
Seit 2013 ist Michael Redel als “Whisky Baron” in der Nürnberger Johannisstraße zu finden

Die Johannisstraße in Nürnbergs Westen: Im Schaufenster eines Fotostudios türmen sich zahlreiche Whiskytuben. Sie sind keine Dekoration der Fotografin, sondern weisen auf einen kleinen Whiskyladen, der sich in den hinteren Räumen des Studios als Untermieter eingerichtet hat. Inhaber ist Michael Redel, der am dunklen Holztisch in seinem Ladenwohnzimmer sitzt. “Portrait: Michael Redel (Whisky Baron, Johannisstraße 142, 90419 Nürnberg)” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: GlenDronach 15 Revival, Originalabfüllung, 46%vol.

GlenDronach 15 Revival (Originalabfüllung)
GlenDronach 15 Revival (Originalabfüllung)

Der Glendronach 15 Revival gehört allmählich zu den Whisky-Raritäten. Denn im Sommer gab die Brennerei aus der schottischen Speyside bekannt, dass der 15-jährige Single Malt für voraussichtlich drei Jahre vom Markt verschwindet. Kein Wunder, dass die Preise steigen. Ich konnte im Sommer bei Otto Steudel (Celtic Whisk(e)y Nürnberg) noch zu einem Flaschenpreis von knapp 60 Euro einkaufen.

Dass in den Warehouses der Brennerei aktuell anscheinend nicht ausreichend alter Whisky vorhanden ist, um die Nachfrage zu bedienen, ist durchaus nachvollziehbar. Schließlich wurde die Brennerei 1996 geschlossen und nahm erst 2002 die Produktion wieder auf. Zu leuchten begann der Glendronach-Stern schließlich ab 2008 mit der Übernahme durch Billy Walker, Geoff Bell und Wayne Kieswetter, die auch für die beeindruckenden Entwicklungen bei BenRiach verantwortlich sind. Glendronach wurde damit unabhängig von weltweit agierenden Spirituosengiganten. Für Single Malt-Genießer hat sich das auch auf die Qualität der Glendronach-Originalabfüllungen positiv ausgewirkt. So werden sämtliche Abfüllungen nicht kühlfiltriert, nicht gefärbt und mit mindestens 43%vol. abgefüllt. Im Fall des 15-jährigen Revival sind es sogar 46%vol. “Whisky-Vorstellung: GlenDronach 15 Revival, Originalabfüllung, 46%vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Tomatin 1988, Malts of Scotland, 53,7%vol.

Tomatin 1988 (Malts of Scotland)
Tomatin 1988 (Malts of Scotland)

Mit manchen Whiskies ist es einfach unglaublich: Die ersten Aromen steigen in die Nase und ich bin vom ersten Augenblick an absolut begeistert und freue mich darauf, den Whisky intensiver zu entdecken. So ging es mir, als ich Anfang des Jahres bei Andreas Hertl (Scotch Broth Whisky) an einem Tasting zu unabhängigen Abfüllern teilnahm und das erste Mal den Tomatin 1988 von Malts of Scotland im Glas hatte. Thomas Ewers, Gründer und Eigentümer von Malts of Scotland, hat mit diesem 25-jährigen Single Malt aus den schottischen Highlands einen absoluten Volltreffer gelandet – zumindest für meinen Geschmack. 265 Flaschen wurden im Juni 2014 aus dem Refill Sherry Hogshead abgefüllt, die im Fachhandel knapp 140 Euro kosten. “Whisky-Vorstellung: Tomatin 1988, Malts of Scotland, 53,7%vol.” weiterlesen

Portrait: Otto Steudel (Celtic Whisk(e)y, Bulmannstraße 26, 90459 Nürnberg)

Otto Steudel ist Whiskyhändler und Whiskygenießer mit Leib und Seele.
Otto Steudel ist Whiskyhändler und Whiskygenießer mit Leib und Seele.

Otto Steudel ist ein Urgestein der fränkischen Whiskyszene. Mit Rauschebart, Hosenträgern und Brille steht der großgewachsene Nürnberger in seinem Laden in der Südstadt. Man spürt, dass Whisky für Otto Steudel nicht irgendein austauschbares Produkt ist. Er ist Whiskyhändler mit Leib und Seele und ein echter Kenner des Whiskymarkts. Auch wenn er mit seiner eigenen, etwas kauzigen Art Bezeichnungen wie „Whiskyexperte“ ablehnt. Otto Steudel sieht sich eher als ein Genießer unter anderen Genießern – und denen bietet er bei einem Besuch in seinem Laden nicht nur ein großes Whiskysortiment, sondern auch jede Menge Anekdoten rund um das „Wasser des Lebens“. “Portrait: Otto Steudel (Celtic Whisk(e)y, Bulmannstraße 26, 90459 Nürnberg)” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Mortlach 1997, Ian MacLeod (Chieftain`s), 46%vol.

Mortlach 1997 (Chieftain`s), Pedro Ximénez-Sherry Finish
Mortlach 1997 (Chieftain`s), Pedro Ximénez-Sherry Finish

Die Tage werden kürzer und in den Läden türmen sich Dominosteine, Lebkuchen und Gewürz-Spekulatius. Es wird allmählich vorweihnachtlich. Der Mortlach 1997, der mit einem Alter von 17 Jahren vom unabhängigen Abfüller Ian MacLeod für die Chieftain`s Range abgefüllt wurde, passt wunderbar in diese Jahreszeit. Verantwortlich dafür ist das Finish in einem Pedro Ximénez-Sherryfass (Cask No. 91791), das diesem Single Malt seine dunkelgoldene Farbe verleiht und ihn schon beim Einschenken ins Glas eine fruchtige Süße verströmen lässt. Waldfrüchte, dunkle Beeren und Malz verbinden sich mit klebrigem Honig und Sirup. Gibt man dem Mortlach 1997 etwas Zeit im Glas, entwickeln sich hinter der ersten Dominanz süßer Aromen Anklänge von getrockneten Kräutern, Lavendel und Anis. “Whisky-Vorstellung: Mortlach 1997, Ian MacLeod (Chieftain`s), 46%vol.” weiterlesen

Portrait: Andreas Hertl (Scotch Broth Whisky & Whisky-Akademie, Königstraße 33, 90762 Fürth)

Bei Scotch Broth Whisky ist der Charme besonderer Whiskies spürbar. Foto: (c) A. Hertl
Bei Scotch Broth Whisky ist der Charme besonderer Whiskies spürbar.
Foto: (c) A. Hertl

Entspannt lehnt Andreas Hertl in seinem Chesterfield Sessel. Die antike Standuhr neben der Ladentüre schlägt mit hellem Klingeln zur vollen Stunde, um dann gleichmäßig und leise im Hintergrund weiter zu ticken. Andreas Hertls Laden in der Fürther Königstraße wirkt nicht nur an diesem Herbstnachmittag wie ein Ruhepol in der Hektik des Alltags. Das dunkle Holzregal, in dem sich die Whiskyflaschen aneinanderreihen und die hochglanzpolierte Tafel, die bereits für ein Tasting am Abend eingedeckt ist, tragen ihren Teil zu dieser Atmosphäre bei. “Portrait: Andreas Hertl (Scotch Broth Whisky & Whisky-Akademie, Königstraße 33, 90762 Fürth)” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Haas Fränkischer Whisky 15 – 10 Jahre, Originalabfüllung, 43%vol.

Haas Fränkischer Whisky 2015 (Originalabfüllung)
Haas Fränkischer Whisky 2015 (Originalabfüllung)

Schroffe Felsen, nebelverhangene Kirschgärten und verwitterte, efeuberankte Burgruinen. Gerade die Herbsttage in der Fränkischen Schweiz machen deutlich, warum Whisky auch hierhin sehr gut passt. Und so gibt es mit dem Haas Whisky 2015 bereits den sechsten Jahrgangswhisky der fränkischen Destillerie Haas aus Pretzfeld. Der Single Malt, den Johannes Haas 2005 aus fränkischem Rauchmalz gebrannt hat, durfte in einem ex-Bourbonfass reifen und wurde im Herbst 2015 ungefärbt und in Trinkstärke mit 43%vol. abgefüllt. Mitte Oktober zählte der Whisky beim Tag der offenen Brennereien zu den Neuvorstellungen der fränkischen Brennerei. Da es sich um eine Einzelfassabfüllung handelt, sind die Flaschen limitiert. Der Single Malt ist im stilvollen Ladengeschäft der Brennerei in Pretzfeld erhältlich. Die 0,5l-Flasche kostet 49 Euro, außerdem gibt es auch kleinere Flaschen mit 0,2l für 27 Euro. “Whisky-Vorstellung: Haas Fränkischer Whisky 15 – 10 Jahre, Originalabfüllung, 43%vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Dalmore 1995, Ian MacLeod (Chieftain`s), 43%vol.

Dalmore 1995 (Chieftain`s), St. Etienne Rum Cask Finish
Dalmore 1995 (Chieftain`s), St. Etienne Rum Cask Finish

Gleich nach dem Eingießen ins Glas ist sie zu spüren, die aromatische Rumnote, süß und fruchtig, mit einer Spur Eichenholz. Erst mit der Zeit können sich dahinter Karamell-, Vanille- und Kakaoaromen mit ein wenig Anis durchsetzen. Und dann wieder der typische Duft nach Rum, der die Fantasie auf eine Reise zu tropischen Inseln mitnimmt, zu Piratengelagen in einer verborgenen Bucht und zu einer Schatzsuche im Nebeldunst des karibischen Sonnenaufgangs. Dieser Whisky kann einfach nicht verbergen, dass er in einem Rumfass nachgereift wurde. Genauer gesagt verbrachte der Dalmore seine letzten Monate vor der Abfüllung in St. Etienne Rum Casks (Fassnummer 94221 und 94222), bevor er im Sommer 2015 vom unabhängigen Abfüller Ian MacLeod für die Chieftain`s-Serie auf insgesamt 727 Flaschen gezogen wurde. Mit 43%vol., ungefärbt und nicht kühlfiltriert. “Whisky-Vorstellung: Dalmore 1995, Ian MacLeod (Chieftain`s), 43%vol.” weiterlesen