Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996, The Whisky Chamber, 53,1%Vol.

Glenrothes 1996 (The Whisky Chamber)
Glenrothes 1996 (The Whisky Chamber)

Im Frühjahr 2017 brachte der unabhängige Abfüller The Whisky Chamber eine ganze Reihe neuer Whiskys heraus. Darunter auch einen Glenrothes Single Malt, der nach zwanzig Jahren im Bourbonfass abgefüllt wurde.

Die Glenrothes Distillery wurde 1879 am Ortsrand von Rothes gegründet und war nach Glen Grant die zweite Whiskybrennerei der Stadt. Die hohen Brennblasen und die langsame Destillation sorgen für einen fruchtig süßen Brennereicharakter. Neben Originalabfüllungen der Destillerie gibt es auch zahlreiche unabhängige Glenrothes-Abfüllungen.

Für sein Label The Whisky Chamber füllte Thomas B. Ide bereits zum zweiten Mal einen Single Malt der Brennerei ab. Der 1996 destillierte Whisky fand Anfang 2017 seinen Weg in die Flasche, wie üblich mit natürlicher Färbung, nicht kühlfiltriert und in Fassstärke. “Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996, The Whisky Chamber, 53,1%Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996-2016, A.D. Rattray, 52,9%Vol.

Glenrothes 1996 (A.D. Rattray)
Glenrothes 1996 (A.D. Rattray)

Die 1878 gegründete Glenrothes Distillery liegt in der schottischen Speyside und ist vor allem für ihre fruchtigen und sherrytönigen Whiskys bekannt. Der von A.D. Rattray abgefüllte Glenrothes 1996-2016 ist deshalb eher ein untypischer Vertreter der Brennerei. Denn dieser Single Malt reifte zwanzig Jahre in einem ehemaligen Bourbonfass.

Andrew Dewar Rattray gründete sein Geschäft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Import- und Handelsunternehmen für Tee, Wein und Spirituosen in Glasgow. Bald schon wurde das Sortiment um eigene Blended Whiskys erweitert und A.D. Rattray etablierte sich als unabhängiger Abfüller auf dem schottischen Whiskymarkt. Nachdem die Firma im zwanzigsten Jahrhundert die Besitzer wechselte, ist sie inzwischen wieder in Familienbesitz und wird von Tim Morrison geleitet, dem Ur-Urenkel von Andrew Dewar Rattray. “Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996-2016, A.D. Rattray, 52,9%Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1980-2016 (Port Cask Finish), Malts of Scotland, 49,8% Vol.

Glenrothes 1980-2016 (Malts of Scotland)
Glenrothes 1980-2016 (Malts of Scotland)

Im Herbst 2016 wurde Thomas Ewers mit seinem Whiskylabel Malts of Scotland zum Independent Bottler of the Year gekürt. Für das Paderborner Unternehmen ist es bereits die dritte Auszeichnung dieser Art – kein anderer Abfüller wurde so oft geehrt. Malts of Scotland zeichnet sich hauptsächlich durch Einzelfassabfüllungen aus, die allesamt mit natürlicher Farbe, ohne Kältefiltration und meistens in Fassstärke abgefüllt werden. Inzwischen bestitzt Thomas Ewers einen beachtlichen Bestand unterschiedlichster Whiskyfässer, manche davon mit einem stolzen Alter. So auch der Glenrothes, den Malts of Scotland im Herbst 2016 auf den Markt brachte. Bereits 1980 wurde dieser Single Malt gebrannt. Allerdings zeichnet sich der Glenrothes 1980 nicht nur durch sein hohes Alter von 36 Jahren aus, auch die Nachreifung im Portweinfass macht ihn zu einem besonderen Whisky. “Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1980-2016 (Port Cask Finish), Malts of Scotland, 49,8% Vol.” weiterlesen

Der Herr der Whisky-Lebkuchen: Josef Kraus und seine fränkisch-schottischen Köstlichkeiten

Bäckermeister Josef Kraus kombiniert fränkisches Weihnachtsgebäck und schottischen Single Malt.
Bäckermeister Josef Kraus kombiniert fränkisches Weihnachtsgebäck und schottischen Single Malt.

In der Backstube duftet es nach Nüssen, Orangenschalen und nach etwas, das man nicht in einer fränkischen Bäckerei erwarten würde: nach schottischem Whisky. Das liegt daran, dass für Bäckermeister Josef Kraus aus Hetzles schottischer Single Malt in den Herbst- und Wintermonaten vor Weihnachten zu den wichtigsten Backzutaten gehört. Denn in dieser Zeit sind seine Whisky-Lebkuchen, der Whisky-Stollen und sein Whisky-Shortbread gefragt – nicht nur bei der fränkischen Kundschaft. Auch der ein oder andere Schotte schwärmt von den Lebkuchen aus der oberfränkischen Bäckerei. Die schottische Begeisterung für fränkisches Backwerk war dann auch die Initialzündung für Josef Kraus´ Whisky-Lebkuchen. „Zum Beispiel der Ronnie Cox (Brands Heritage Director bei The Glenrothes; Anm. PG), der wartet schon immer auf meine Lebkuchen und dann kam mir die Idee, mal Lebkuchen mit seinem Whisky zu backen.“ “Der Herr der Whisky-Lebkuchen: Josef Kraus und seine fränkisch-schottischen Köstlichkeiten” weiterlesen

Portrait: Michael Gradl (Gradls Whiskyfässla, Oelser Str. 7a, 90475 Nürnberg)

Für den Whiskyhändler und -entertainer Michael Gradl ist der Schottenrock eine Frage der Ehre. Foto: (c) M. Gradl
Für den Whiskyhändler und -entertainer Michael Gradl ist der Schottenrock eine Frage der Ehre. Foto: (c) M. Gradl

Michael Gradl ist einer, der auffällt. Ob er nun bei einer Whiskymesse am Stand steht oder mit dem Kilt durch die Innenstadt geht. Breite Schultern, 193 Zentimeter groß, ein stämmiger Körperbau und immer ein freundliches Lachen im Gesicht. Der Nürnberger wirkt wie ein Hüne aus den schottischen Highlands, mit einem Wadenumfang von einem halben Meter, der im Schottenrock richtig zur Geltung kommt. Die Leidenschaft für Whisky und Schottland ist Michael Gradl anzusehen und wenn er von seiner Begeisterung erzählt, steckt er sein Gegenüber unweigerlich damit an. “Portrait: Michael Gradl (Gradls Whiskyfässla, Oelser Str. 7a, 90475 Nürnberg)” weiterlesen