Whisky-Vorstellung: Glen Moray 1998/2017, Malts of Scotland, 54,8% Vol.

Glen Moray 1998/2017 (Malts of Scotland)

Bier und Single Malt Whisky haben eine Menge gemeinsam. Wasser, Gerstenmalz und Hefe sind ihre entscheidenden Zutaten. Dass es manchmal nur ein relativ kleiner Schritt von der Brauerei zur Whiskybrennerei ist, zeigt auch die Geschichte der schottischen Glen Moray Distillery. Ursprünglich als Brauerei gegründet wurde sie 1897 zu einer Brennerei umgebaut. Neben dem breiten Kernportfolio an Eigenabfüllungen gibt es hin und wieder auch unabhängige Abfüllungen der Glen Moray Distillery. Der hier vorgestellte Single Malt wurde 1998 destilliert und im Sommer 2017 vom independent bottler Malts of Scotland abgefüllt. Rund 19 Jahre schlummerte der Whisky in einem frischen Sherry Hogshead. “Whisky-Vorstellung: Glen Moray 1998/2017, Malts of Scotland, 54,8% Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Bunnahabhain 1990, Alambic Classique – Rare & Old Selection, 56% Vol.

Bunnahabhain 1990 (Alambic Classique – Rare & Old Selection)

Bunnahabhain ist die nördlichste der acht produzierenden Brennereien auf der schottischen Insel Islay. Die Ende des 19. Jahrhunderts gegründete Brennerei produziert in der Regel ungetorfte Single Malts. Damit unterscheiden sich Bunnahabhain Single Malts von den allermeisten anderen Islay Single Malts.

Der hier vorgestellte Single Malt stammt aus dem Fasslager des unabhängigen Abfüllers Alambic Classique, der zu den ältesten independent bottlers Deutschlands gehört. Lange bevor (fassstarke) Single Malts im Trend lagen, begann Hermann Suppanz damit, solche Whiskys abzufüllen. Diese Erfahrung und ein über Jahrzehnte aufgebauter Bestand an Whiskyfässern machen es möglich, dass in der “Rare & Old Selection” immer wieder außergewöhnliche Single Malts abgefüllt werden können. Im Fall des vorgestellten Whiskys handelt es sich um einen Bunnahabhain, der 1990 destilliert und 2017, nach gut 26 Jahren in einem ehemaligen Sherryfass, abgefüllt wurde. “Whisky-Vorstellung: Bunnahabhain 1990, Alambic Classique – Rare & Old Selection, 56% Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Pulteney Distillery 2007/2017, A.D. Rattray, 58,4% Vol.

Pulteney Distillery 2007/2017 (A.D. Rattray)

Die Geschichte des unabhängigen Abfüllers A.D. Rattray wurzelt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Andrew Dewar Rattray ein Import- und Handelsunternehmen für Tee, Wein, Spirituosen und Olivenöl gründete. Bis in die 1920er Jahre wurden auch Whiskys vertrieben, bevor sich das Unternehmen in der Wirtschaftskrise jener Zeit zerschlug. Erst seit 2002 spielt der Name A.D. Rattray in der Whiskywelt wieder eine größere Rolle. Damals stieg Tim Morrison, ein Nachfahre von Andrew Dewar Rattray, als unabhängiger Abfüller ins Whiskygeschäft ein. Seitdem erscheinen unter dem Label A.D. Rattray regelmäßig Einzelfasswhiskys, die mit natürlicher Färbung, ohne Kühlfiltrierung und in Fassstärke abgefüllt werden. “Whisky-Vorstellung: Pulteney Distillery 2007/2017, A.D. Rattray, 58,4% Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Aberlour 2006/2017, The Whisky Chamber, 54,1% Vol.

Aberlour 2006/2017 (The Whisky Chamber)

Die in der schottischen Speyside gelegene Brennerei Aberlour ist vor allem für ihre sherrylastigen Whiskys aus der a’bunadh-Serie (gälisch für “der Ursprung) bekannt. Einen ganz anderen Charakter als diese Abfüllungen aus 1st Fill Sherryfässern besitzt der hier vorgestellte Aberlour 2006, den der unabhängige Abfüller The Whisky Chamber im Frühjahr 2017 auf den Markt brachte. Denn dieser Single Malt reifte für gut zehn Jahre in einem ex Bourbon Barrel und wurde anschließend als Einzelfasswhisky mit einer Fasstärke von 54,1% Vol. abgefüllt. “Whisky-Vorstellung: Aberlour 2006/2017, The Whisky Chamber, 54,1% Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Miltonduff 2006, The Whisky Chamber, 59,4%Vol.

Miltonduff 2006/2017 (The Whisky Chamber)
Miltonduff 2006/2017 (The Whisky Chamber)

Es waren wohl Mönche, die vor vielen hundert Jahren zum ersten Mal “uisge beatha”, “Wasser des Lebens”, brannten. Als Missionare brachten sie nicht nur die Bibel, sondern auch altes Wissen über die Destillation nach Irland und Schottland. Die in der Speyside gelegene Miltonduff Distillery, die 1824 auf dem Gelände eines Benediktinerklosters errichtet wurde, erinnert an diese Ursprünge. Auch wenn heute keine Verbindungen mehr zwischen Brennerei und Kloster bestehen.

Als Unternehmen des französischen Spirituosenkonzerns Pernod Ricard produziert die Miltonduff Distillery für den Ballantine`s Blend, füllt aber auch eigene Single Malts ab. Neben den Originalabfüllungen finden sich auch unabhängige Whiskyabfüllungen auf dem Markt. So auch der 10jährige Miltonduff 2006, den Thomas B. Ide Anfang 2017 für sein Label The Whisky Chamber abfüllen ließ. “Whisky-Vorstellung: Miltonduff 2006, The Whisky Chamber, 59,4%Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Port Askaig Sherry Cask, Speciality Drinks, 45,8% Vol.

Port Askaig 15 Sherry Cask (Speciality Drinks)
Port Askaig 15 Sherry Cask (Speciality Drinks)

Das kleine Hafendorf Port Askaig liegt an der Ostküste der Insel Islay. Im Norden des Dorfes liegen die beiden Brennerein Caol Ila und Bunnahabhain. Eine Port Askaig Distillery gibt es nicht. Allerdings verwendet der unabhängige Abfüller Speciality Drinks aus London den Namen Port Askaig als Markenzeichen für seine rauchigen Islay Single Malts, deren genaue Herkunft aber offen bleibt.

Anfang 2017 erschien mit dem Port Askaig 15 Sherry Cask ein Single Malt, der ausschließlich in First Fill Oloroso Sherryfässern reifte. Abgefüllt wurde der Whisky mit natürlicher Färbung, nicht kühlfiltriert und mit einem Alkoholgehalt von 45,8%Vol. “Whisky-Vorstellung: Port Askaig Sherry Cask, Speciality Drinks, 45,8% Vol.” weiterlesen

Die Innovation der Tradition: John Glaser von „Compass Box” im Interview

Inspiration, Kreativität und Innovation sind fü John Glaser der Dreiklang außergewöhnlicher Whiskys. Foto: (c) Compass Box
Inspiration, Kreativität und Innovation sind fü John Glaser der Dreiklang außergewöhnlicher Whiskys.
Foto: (c) Compass Box

Unter den unabhängigen Abfüllern geht das Londoner Unternehmen „Compass Box“ ganz eigene Wege. Hier stehe nicht ausgewählte Einzelfassabfüllungen im Mittelpunkt, sondern ein kreativer und künstlerischer Blick auf Whisky. Der Amerikaner John Glaser, der die Firma im Jahr 2000 gründete, komponiert mit seinem Team aus unterschiedlichsten Scotch Whiskys erstklassige Blends. Die drei Serien „Signature Range“, „Great King Street“ und „Limited Edition“ bilden das Kernportfolio.

Bei der Komposition seiner Whiskys setzt „Compass Box“-Gründer John Glaser auf Innovation. Der Fokus richtet sich dabei vor allem auf den Bau eigener Fässer. Nicht immer bleibt das kritiklos und führte 2005 sogar zu einer Auseinandersetzung mit der „Scotch Whisky Associaton“. Trotzdem weiß man sich bei „Compass Box“ auf einem erfolgreichen Weg. Zahlreiche Prämierungen belegen das, etwa die Auszeichnung des „Whisky Magazine“ zum „Innovator of the Year“ 2007.

Im Interview mit dem „Whisky-Club Fränkische Schweiz“ erzählt John Glaser von seiner Art, Whiskys zu kreieren. Von einem kreativen Akt zwischen Tradition und Innovation. “Die Innovation der Tradition: John Glaser von „Compass Box” im Interview” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996, The Whisky Chamber, 53,1%Vol.

Glenrothes 1996 (The Whisky Chamber)
Glenrothes 1996 (The Whisky Chamber)

Im Frühjahr 2017 brachte der unabhängige Abfüller The Whisky Chamber eine ganze Reihe neuer Whiskys heraus. Darunter auch einen Glenrothes Single Malt, der nach zwanzig Jahren im Bourbonfass abgefüllt wurde.

Die Glenrothes Distillery wurde 1879 am Ortsrand von Rothes gegründet und war nach Glen Grant die zweite Whiskybrennerei der Stadt. Die hohen Brennblasen und die langsame Destillation sorgen für einen fruchtig süßen Brennereicharakter. Neben Originalabfüllungen der Destillerie gibt es auch zahlreiche unabhängige Glenrothes-Abfüllungen.

Für sein Label The Whisky Chamber füllte Thomas B. Ide bereits zum zweiten Mal einen Single Malt der Brennerei ab. Der 1996 destillierte Whisky fand Anfang 2017 seinen Weg in die Flasche, wie üblich mit natürlicher Färbung, nicht kühlfiltriert und in Fassstärke. “Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996, The Whisky Chamber, 53,1%Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glen Garioch 2011/2017, C&S Dram Collection, 60,5%Vol.

Glen Garioch 2011/2017 (C&S Dram Collection)
Glen Garioch 2011/2017 (C&S Dram Collection)

Die in den schottischen Highlands gelegene Glen Garioch Distillery wurde bereits 1797 gegründet. Ihre historischen Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Die knapp 30 km von Aberdeen entfernt gelegene Glen Garioch Distillery ist die östlichste Whisky Brennerei Schottlands. Seit Mitte der 1990er Jahre gehört sie zum japanischen Suntory-Konzern.

Neben Originalabfüllungen der Brennerei finden Glen Garioch Single Malts auch über unabhängige Abfüller wie Andrea Caminneci ihren Weg zu den Whiskyliebhabern. Der Rheinländer mit italienischen Wurzeln setzt bei seinen C&S Dram Bottlings ganz auf Genuss und Qualität zu einem vernünftigen Preis. Andere Kriterien, wie etwa das Alter eines Whiskys, spielen für den “Keeper of the Quaich” keine Rolle. “Wenn ein junger Whisky gut ist – abfüllen, wenn ein alter Whisky nicht gut ist – nicht abfüllen! Alter ist keine Qualitätsgarantie!” “Whisky-Vorstellung: Glen Garioch 2011/2017, C&S Dram Collection, 60,5%Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996-2016, A.D. Rattray, 52,9%Vol.

Glenrothes 1996 (A.D. Rattray)
Glenrothes 1996 (A.D. Rattray)

Die 1878 gegründete Glenrothes Distillery liegt in der schottischen Speyside und ist vor allem für ihre fruchtigen und sherrytönigen Whiskys bekannt. Der von A.D. Rattray abgefüllte Glenrothes 1996-2016 ist deshalb eher ein untypischer Vertreter der Brennerei. Denn dieser Single Malt reifte zwanzig Jahre in einem ehemaligen Bourbonfass.

Andrew Dewar Rattray gründete sein Geschäft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Import- und Handelsunternehmen für Tee, Wein und Spirituosen in Glasgow. Bald schon wurde das Sortiment um eigene Blended Whiskys erweitert und A.D. Rattray etablierte sich als unabhängiger Abfüller auf dem schottischen Whiskymarkt. Nachdem die Firma im zwanzigsten Jahrhundert die Besitzer wechselte, ist sie inzwischen wieder in Familienbesitz und wird von Tim Morrison geleitet, dem Ur-Urenkel von Andrew Dewar Rattray. “Whisky-Vorstellung: Glenrothes 1996-2016, A.D. Rattray, 52,9%Vol.” weiterlesen