Whisky-Vorstellung: Mößlein – Ernest 25, 12 Jahre, Originalabfüllung, 44% Vol.

 

Mößlein – Ernest 25

Unterfranken ist vor allem als Weinregion bekannt. Und auch der Betrieb der Familie Mößlein in Zeilitzheim hat sich über die Jahre durch ihre Weine einen Namen gemacht. Doch seit gut zwanzig Jahren befasst man sich hier auch mit der Herstellung von Whisky – was auch mit dem milden Klima der Region zu tun hat. “Wir liegen in der fränkischen Trockenplatte und haben immer Weizen angebaut und in unserer Brennerei verarbeitet. Durch unser besonderes Klima hat das Getreide einen wunderbar frischen, strohigen Geruch”, verrät Seniorchef Reiner Mößlein. Zwei unterschiedliche Sorten Whisky werden in der Brennerei produziert: Neben Single Malt setzt Familie Mößlein auch auf Grain Whiskys, die nach der Destillation in ehemaligen Weinfässern reifen. “Man darf unseren Whiskys ruhig anmerken, dass sie aus einem Weingut kommen. Deshalb verwenden wir auch Fässer, in denen vorher hochwertiger Rotwein gelagert wurde.” “Whisky-Vorstellung: Mößlein – Ernest 25, 12 Jahre, Originalabfüllung, 44% Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Bladnoch 10, Distillery Bottling, 46,7% Vol.

Bladnoch 10 (Distillery Bottling)

Die in den Lowlands gelegene Bladnoch Distillery ist die südlichste Brennerei Schottlands. 2015 wurde das Unternehmen, das vorher einige Jahre stillgelegt war, vom australischen Privatunternehmer David Prior übernommen, der sich in Australien mit einem Joghurt-start-up einen Namen gemacht hat. Für seine schottische Distillery engagierte Prior unter anderem Master Blender Iain MacMillian, der zuvor für Burn Stewart tätig war und den Stil der Brennereien Deanston, Tobermory und Bunnahabhain prägte.

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Vorstellung: Abomination Heavily Peated Malt, Lost Spirits, 54% Vol.

Abomination Heavily Peated Malt (Lost Spirits)

Eine Spirituose, die den Namen “Abomination” (deutsch: Abscheulichkeit, Gräuel) trägt, wirkt im ersten Augenblick zumindest auf mich etwas verstörend. Schließlich möchte ich es im besten Fall dann doch mit Genuss zu tun haben. Allerdings verstört der Peated Malt mit diesem skurilen Namen auch noch aus einem anderen Grund. Erst einmal handelt es sich gar nicht um einen Whisky, dazu fehlt dem gut 12 bis 18 Monate im Fass gelagerten Destillat das Alter (in Europa mindestens drei Jahre). Aber damit immer noch nicht genug. Der “Abomination” stammt zwar ursprünglich aus Schottland, wurde auf der Insel Islay destilliert und anschließend auch in Schottland gelagert. Dann allerdings trat er seine Reise über den Atlantik an, bis er bei der in Kalifornien ansässigen, 2010 gegründeten Firma The Lost Spirits Distillery einem künstlichen Reifeprozess unterzogen wurde. Dieser soll ihn angeblich auch mit älteren Artgenossen aus Schottland vergleichbar machen. “Vorstellung: Abomination Heavily Peated Malt, Lost Spirits, 54% Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Valley of the deer, Whisky-Club Fränkische Schweiz, Club-Whisky No. 3, 54% Vol.

Valley of the deer (Whisky-Club Fränkische Schweiz – Club Whisky No. 3)

Es ist früh am Morgen. Nebel liegt über dem Fluss, der sich durch das taunasse Grasland schlängelt. Im Unterholz des angrenzendes Waldes raschelt es und das Rotwild tritt auf die Lichtung, um im Licht des anbrechenden Tages zu grasen. Es ist eine magische Stimmung, die sich auch in manchem Whisky widerspiegelt. Genau das bringt das bekannte Zitat von Ivor Brown auf den Punkt: “Whisky bewahrt ein Geheimnis, den Zauber seines Heimatortes.”

Auch unser dritter Club-Whisky bewahrt dieses Geheimnis – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn der Heimatort, also die Brennerei, in der dieser Malt Whisky am 20. Februar 1997 destilliert wurde, bleibt ungenannt. Das liegt daran, dass es sich auch nicht um einen Single Malt Whisky handelt, sondern um einen Blended Malt. Genauer gesagt um einen teaspooned Malt Whisky, also einen Single Malt Whisky, dem ein “Teelöffelchen” einer zweiten Brennerei beigemischt wurde. Im Fall unseres “valley of the deer” Club-Whiskys handelt es sich um einen teaspooned Glenfiddich, dem eine winzige Menge Balvenie zugefügt wurde. Ganze 21 Jahre reifte dieser Blended Malt, bevor er am 22. März 2018 mit natürlicher Färbung, nicht kühlfiltriert und in Fassstärke abgefüllt wurde.
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Whisky-Vorstellung: Elch-Whisky “Morus”, handabgefüllte Sonderedition “The Village 2018”, 57,5% Vol.

Elch-Whisky “Morus” (handabgefüllte Sonderedition “The Village 2018”)

In Franken hat sich in den vergangenen Jahrzehnten eine eigene Whiskykultur entwickelt. Ein junger Vertreter dieser lebendigen Szene ist der Thuisbrunner Braumeister und Brenner Georg Kugler, der sich von rauchigen Single Malts aus Schottland inspirieren lässt und Anfang 2014 damit begann, seinen eigenen Whisky zu destillieren. Elch Bruno, eine Jagdtrophäe in Georg Kuglers Gasthof Seitz, stand als Wappentier Pate. Für seine eigenen Whiskys lässt Georg Kugler in Norddeutschland Torf stechen, der dann in einer belgischen Mälzerei zum Darren des Gerstenmalzes verwendet wird. Der Thuisbrunner “Elch-Whisky” ist damit der einzige Single Malt, der mit deutschem Torf hergestellt wird. Im Sommer 2017 wurden die ersten Fässer abgefüllt. Auf der Nürnberger Whisk(e)ymesse “The Village 2018” durften die Kunden das Abfüllen dann selbst übernehmen. Am Messestand des fränkischen Whiskybrenners konnte man seine eigene 0,5-Literflasche direkt aus dem Fass zapfen. “Whisky-Vorstellung: Elch-Whisky “Morus”, handabgefüllte Sonderedition “The Village 2018”, 57,5% Vol.” weiterlesen

Whiskey-Vorstellung: The Westfalian – Single Rye Whiskey 2015-2018, 51,9% Vol.

The Westfalian – Single Rye Whiskey 2015-2018 (Originalabfüllung)

In den vergangenen Jahren hat sich Thomas Ewers mit seinem Unternehmen Malts of Scotland nicht nur als unabhängiger Abfüller schottischer, irischer und amerikanischer Whisk(e)ys international einen exzellenten Ruf erarbeitet. Inzwischen sind auch seine deutschen Whisk(e)ys, die er unter dem Namen The Westfalian vermarktet, heiß begehrt. Der Markenname ist dabei Programm: Für die The Westfalian-Whisk(e)ys wird neben westfälischem Quellwasser auch regional angebautes Getreide verwendet – im Fall des hier vorgestellten Single Rye Whiskeys natürlich Roggen. Destilliert wurde dieser Whiskey 2015. Anschließend reifte er bis zu seiner Abfüllung Anfang 2018 für drei Jahre in einem frischen Barrel aus amerikanischer Weißeiche. “Whiskey-Vorstellung: The Westfalian – Single Rye Whiskey 2015-2018, 51,9% Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Auchentoshan 2000 – The Village Edition 2018, Malts of Scotland, 49,9% Vol.

Auchentoshan 2000 – The Village Edition 2018 (Malts of Scotland)

Die Nürnberger Whisk(e)ymesse “The Village” ist nicht nur für Whiskyliebhaber aus Franken ein Pflichttermin. Mit ihren rund 16.000 Besuchern jährlich gehört sie zu Europas besucherstärksten Whiskymessen und macht einmal mehr deutlich, dass Whisky in Franken zu einer echten und einzigartigen Kultur herangewachsen ist. Vielleicht versprüht die Nürnberger Whisk(e)ymesse auch deshalb einen ganz besonderen Charme, für den Aussteller und Besucher gerne weite Wege auf sich nehmen. Auch Thomas Ewers, Gründer und Inhaber von Malts of Scotland, reist Jahr für Jahr aus Paderborn an, um gemeinsam mit Andreas Hertl und dessen Team die MoS-Neuabfüllungen vorzustellen. Darunter findet sich auch stets eine eigene limitierte “The Village Edition”. Im März 2018 handelt es sich dabei um einen Auchentoshan, der im Jahr 2000 destilliert und Anfang 2018 abgefüllt wurde. Für rund 18 Jahre reifte der Lowland Single Malt in einem Sherry Hogshead. “Whisky-Vorstellung: Auchentoshan 2000 – The Village Edition 2018, Malts of Scotland, 49,9% Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Lord of Islay – Bruichladdich (2007-2017), Whiskykeller, 55,1% Vol.

Lord of Islay – Bruichladdich (Whiskykeller) kombiniert mit handgefertigter Schokolade aus Ungarn.

Andreas Hailer ist mit seinem “Whiskykeller” vor allem als Importeur des britischen Hoflieferanten “Berry Bros. & Rudd” in der deutschen Whiskywelt etabliert. 2015 wurde der Mann aus dem Hunsrück darüber hinaus in den erlesenen Kreis der “Keepers of the Quaich” aufgenommen. Ein Jahr später füllte er den ersten Whisky seiner eigenen “Lord Selection” ab, die 2017 unter anderem durch den hier vorgestellten “Lord of Islay – Bruichladdich” erweitert wurde.

Der zehnjährige Single Malt aus der auf Islay ansässigen Brennerei Bruichladdich reifte nach der Destillation im Jahr 2007 in einem frischen Bourbonfass und wurde 2017 in Fassstärke (55,1% Vol.), nicht kühlfiltriert und mit natürlicher Färbung abgefüllt. “Whisky-Vorstellung: Lord of Islay – Bruichladdich (2007-2017), Whiskykeller, 55,1% Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Octovulin – The Dark Side of Islay (Blended Islay Malt), Malts of Scotland, 52,8% Vol.

Octovulin – The Dark Side of Islay (Malts of Scotland)

Wenn es Drachenblut in Flaschen gäbe, würde es vielleicht so aussehen und riechen wie der “Octovulin – The Dark Side of Islay” aus dem Hause Malts of Scotland. Zumindest regen die dunkle Drachenfigur auf dem Etikett und der süße, rauchige Charakter des Whiskys die Phantasie an und lassen sie eintauchen in die alten Legenden und Sagen der Insel Islay, die von Seeungeheuern und anderen übernatürlichen Wesen erzählen. Diesen Geschichten will der deutsche Unternehmer Thomas Ewers mit seinen “The Dark Side of Islay”-Malts ein Denkmal setzen. Wie bei der Erstauflage unter dem Namen “Scarabus” (2016) vermählte der Paderborner auch diesmal drei rauchige Malts aus unterschiedlichen Islay-Brennereien und mit unterschiedlicher Fassreifung. Mindestens 19 Jahre alt sind die ausgewählten Whiskys, die in ihrem Zusammenspiel die Mythen der schottischen Insel Islay lebendig werden lassen sollen. Abgefüllt wurde der “Octovulin” im Herbst 2017 in Fassstärke (52,8% Vol.), mit natürlicher Färbung und ohne Kühlfiltration. “Whisky-Vorstellung: Octovulin – The Dark Side of Islay (Blended Islay Malt), Malts of Scotland, 52,8% Vol.” weiterlesen

Whisky-Vorstellung: To celebrate the release of “Whiskyland Franken”, Distilled at A Family Owned Distillery, 59,2% Vol.

to celebrate the release of “Whiskyland Franken” – distilled at A Family Owned Distillery

Franken ist ein Whiskyland – und das nicht nur wegen der zahlreichen Brenner, die inzwischen ihr eigenes Wasser des Lebens destillieren. Das Whiskyland Franken lebt von seinen Brücken nach Schottland und ist durch schottland- und whiskybegeisterte Persönlichkeiten überhaupt erst zu dem geworden, was es nun ist – rine echte Whiskyhochburg, die einige Superlative zu bieten hat: Neben der ersten deutschen Single Malt Brennerei auch den ältesten Whiskyclub der Republik, Europas besucherstärkste Whiskymesse und die einzige Whiskyakademie des Landes. Und das sind nur einige Schlaglichter. “Whisky-Vorstellung: To celebrate the release of “Whiskyland Franken”, Distilled at A Family Owned Distillery, 59,2% Vol.” weiterlesen