Whisky-Vorstellung: Tobermory 1994, Scotch Single Malt Circle, 55,5%vol.

Tobermory 1994 (Scotch Single Malt Circle)
Tobermory 1994 (Scotch Single Malt Circle)

Der Scotch Single Malt Circle steht für Whiskys höchster Qualität. Bereits in den 1980er Jahren gründete Maggie Miller gemeinsam mit ihrem 2015 verstorbenen Mann Bill den Club. Regelmäßig spürt die Düsseldorferin besondere Einzelfässer auf, die sie exklusiv für die Mitglieder des SSMC abfüllen lässt. Alle Whiskys sind echte Naturprodukte: unfiltriert, mit natürlicher Farbe und in Fassstärke. Natürlich gilt das auch für den  Tobermory 1994, einen 20-jährigen Single Malt von der Isle of Mull. „Whisky-Vorstellung: Tobermory 1994, Scotch Single Malt Circle, 55,5%vol.“ weiterlesen

Whisky-Vorstellung: Bunnahabhain 1987, Sea Swept Barnacle, Wemyss Malts, 46%vol.

Bunnahabhain 1987 (Wemyss Malts)
Bunnahabhain 1987 (Wemyss Malts)

Beinahe drei Jahrzehnte reifte der Bunnahabhain, den der unabhängige Abfüller Wemyss Malts Anfang 2016 auf den Markt brachte. Gebrannt wurde dieser Islay-Single Malt bereits 1987, dem Jahr meiner Einschulung. Seitdem reifte der Spirit in einem Sherrybutt, um nach 28 Jahren, Ende 2015, abgefüllt zu werden. Insgesamt 600 Flaschen gibt es davon, die im Fachhandel jeweils knapp 190 Euro kosten. Wie für die Whiskys von Wemyss üblich, erhielt auch dieser Single Malt einen eigenen Namen, der seinen Geschmack beschreiben soll: Sea Swept Barnacle nennt sich der Bunnahabhain 1987, der auf eine Trinkstärke von 46%vol. verdünnt, ansonsten aber unverändert auf Flaschen gezogen wurde.

Ich lernte den Bunnahabhain 1987 bei einem News-Tasting mit Andreas Hertl (Scotch Broth Whisky) in O`Tooles Schmiede Nürnberg kennen und war davon sofort sehr angetan. „Whisky-Vorstellung: Bunnahabhain 1987, Sea Swept Barnacle, Wemyss Malts, 46%vol.“ weiterlesen

Portrait: Thomas Ide (The Whisky Chamber, unabhängiger Abfüller aus Rheinfelden)

Für sein Label "The Whisky Chamber" spürt Thomas Ide immer wieder ganz besondere Einzelfässer auf. Foto: (c) T. Ide
Für sein Label “The Whisky Chamber” spürt Thomas Ide immer wieder ganz besondere Einzelfässer auf.
Foto: (c) T. Ide

Manchmal hat ein guter Single Malt auch etwas mit Zufall zu tun. Das ist zumindest eine Erfahrung, die Thomas Ide gemacht hat, der mit seinem 2006 gegründeten Label The Whisky Chamber in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum als unabhängiger Abfüller feiert. Nachdem er eigentlich ein vorreserviertes Sherryfass aus dem Lager eines Whiskybrokers kaufen wollte, stolperte er sprichwörtlich über ein ganz anderes Fass:  „Das Fass lag einfach in unserem Weg. Also haben wir es probiert. Der Whisky verströmte süße Vanillenoten mit einem Hauch Johannisbeere“, schwärmt der Unternehmer. Und nachdem er den Whisky aus seinem ursprünglich ausgewählten Fass in der Gegenprobe verkostet hatte, stand der Entschluss fest: „Das Sherry-Thema hatte sich erledigt. Es musste jetzt unbedingt der leckere Aultmore von 1992 aus dem Bourbonfass sein.“ „Portrait: Thomas Ide (The Whisky Chamber, unabhängiger Abfüller aus Rheinfelden)“ weiterlesen

Buch-Vorstellung: Wasser des Lebens – Einführung in die Spiritualität des Whiskys (Wolfgang F. Rothe)

In "Wasser des Lebens" geht Wolfgang F. Rothe aus Spurensuche nach der Spiritualität des Whiskys.
In “Wasser des Lebens” geht Wolfgang F. Rothe aus Spurensuche nach der Spiritualität des Whiskys.

Zugegeben, als ich Wolfgang F. Rothes Buch „Wasser des Lebens“ zum ersten Mal in der Hand hielt war ich skeptisch. Ist das nicht ein wenig weit hergeholt, Whisky mit christlicher Spiritualität zu verknüpfen? Als evangelischer Religionspädagoge bin ich dabei durchaus offen für Spiritualität und sehr an religiösen Themen interessiert. Aber dem Whisky habe ich noch nie eine religiöse Dimension zugeordnet. Überhaupt: Wird eine Spirituose durch eine solche Zuschreibung nicht überhöht?

Inzwischen habe ich das knapp 160 Seiten starke Buch des katholischen Theologen und Kirchenrechtlers gelesen, das Anfang 2016 im EOS Verlag erschienen ist (ISBN: 9-783830-677666; € 19,95). Und ich muss zugeben, meine Zweifel haben sich nicht bestätigt. Im Gegenteil: Die Ausführungen des als „Whisky-Vikar“ bekannten Autors sind schlüssig und stimmig und auch aus religiöser, theologischer und biblischer Perspektive nachvollziehbar. Für Menschen mit einer Leidenschaft für Whisky und einem Interesse an christlicher Alltagsspiritualität können sich beim Lesen tatsächlich neue Zugänge zu beiden Bereichen ergeben: Zum „Wasser des Lebens“ und zur Spiritualität. „Buch-Vorstellung: Wasser des Lebens – Einführung in die Spiritualität des Whiskys (Wolfgang F. Rothe)“ weiterlesen

Kurzinterview: Wolfgang F. Rothe, Autor und “Whisky-Vikar”

Für "Whisky-Vikar" Wolfgang F. Rothe verbinden sich Whisky und christliche Spiritualität. Foto: (c) W.F. Rothe
Für “Whisky-Vikar” Wolfgang F. Rothe verbinden sich Whisky und christliche Spiritualität.
Foto: (c) W.F. Rothe

Wolfgang F. Rothe schreibt regelmäßig im “Whisky Botschafter”, ist in der Szene als “Whisky-Vikar” bekannt und legte mit “Wasser des Lebens” Anfang des Jahres ein eigenes Whiskybuch vor. Im Interview mit dem Whisky-Club Fränkische Schweiz spricht der promovierte Theologe und Kirchenrechtler über seinen persönlichen Whiskygeschmack und darüber, was das “Wasser des Lebens” mit christlicher Spiritualität verbindet.

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Portrait: Tom Skowronek (Anam na h-Alba, unabhängiger Abfüller aus Oberhausen)

Tom Skowronek füllt die Seele Schottlands in Flaschen. Foto: (c) T. Skowronek
Tom Skowronek füllt die Seele Schottlands in Flaschen.
Foto: (c) T. Skowronek

Whisky ist eine Spirituose, die in ihrer Vielschichtigkeit und Komplexität beinahe etwas Magisches trägt. Deshalb schrieb der britische Schriftsteller Ivor Brown über das „Wasser des Lebens“: „Schottischer Whisky bewahrt ein Geheimnis, den Zauber seines Heimatortes“. Viele Whiskyliebhaber teilen diese poetische Umschreibung ihres Lieblingsgetränks. Für sie spiegeln sich in einem guten Glas Single Malt das Land und die Leute seiner Herkunft und der Zauber der langen Zeit, die diesen Whisky zu dem machten, was er ist.

Zu diesen Whiskygenießern gehört auch Tom Skowronek. Der Gründer und Eigentümer des Whiskylabels Anam na h-Alba hat deshalb seinen Firmennamen ganz bewusst gewählt: „Die Seele Schottlands“ bedeutet der gälische Ausspruch übersetzt. Dieser Name ist Programm oder besser gesagt: Er ist die Philosophie hinter den Single Malts, die der Rheinländer seit einigen Jahren abfüllt und mit denen er Liebhaber von Einzelfassabfüllungen regelmäßig begeistert. Denn Anam na h-Alba steht für Whiskys mit Charakter. „Portrait: Tom Skowronek (Anam na h-Alba, unabhängiger Abfüller aus Oberhausen)“ weiterlesen